Die besten eBook Reader Einsteigermodelle im Vergleich

Vergleich: Tolino Page, Amazon Kindle und InkBook Classic 2

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual und das gilt ganz besonders bei eBook Readern. Während Tablet-PCs und Smartphones klar abgetrennte Spezifikationen zwischen den Preisklassen aufweisen, ist dies bei eBook Readern nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Doch wer unterwegs lesen möchte, ohne kiloschwere Bücher mit sich herumzutragen, der muss ganz genau Obacht geben, was er kauft. Viele Lesefans möchten dabei nicht zu viel Geld für unnütze Funktionen ausgeben und einfach nur ihrem Hobby nachgehen – dem Lesen. Wir zeigen Ihnen hier drei verschiedene eBook Reader unter 80 Euro, die eine ansprechende Ausstattung, aber auch eine hervorragende Leistung bieten. Dabei gehen wir auf die beiden Marktführer Tolino und Kindle ein und vergleichen diese mit einem neuen Hersteller auf dem Markt – InkBook. Wer am Ende das Rennen macht, erfahren Sie in diesem Vergleichstest.

Tolino Page Amazon Kindle Arta Tech InkBook Classic 2

Abbildung von links nach rechts - Tolino Page, Amazon Kindle, Arta Tech InkBook Classic 2

Tolino Page – schlicht und einfach mit guter Leistung

Klein, leicht und ein wenig altbacken vom Design, so lässt sich der Tolino Page mit wenigen Worten beschreiben. Im Test hat uns der Page dann überraschen können, denn er bietet das, was man von einem eBook Reader wirklich erwartet – Lesespaß! Doch woraus setzt sich das Gesamtpaket zusammen? Ausgestattet ist der Tolino Page mit dem gleichen Prozessor und Arbeitsspeicher wie seine Mitbewerber. Das macht den Page für nur 69 Euro zu einem schnellen und reaktionsfreudigen Reader, der Eingaben in wenigen Augenblicken schnell umsetzt. Dabei kommt es selten bis nie zu störendem Ghosting oder längeren Ladezeiten. Auch das Display mit seinen 300 ppi überzeugte im Test auf ganzer Linie. Lediglich die Ausstattung lässt beim Tolino Page zu wünschen übrig, denn außer einem Shop und einem Browser sind keine weiteren Apps oder Spiele auf dem eBook Reader vorinstalliert. Man merkt schnell, dass der Page ausschließlich zum Lesen gemacht ist. Auch das Design ist Geschmackssache, denn das braune etwas klobig wirkende Gehäuse ist wahrlich kein Augenschmaus. Jedoch ist dies als subjektiv zu betrachten und sollte bei der Kaufentscheidung des Tolino Page eher in den Hintergrund rücken.

Tolino Page im Detail
Tolino Page Testbericht

Amazon Kindle – betagt aber dennoch vorn dabei

Mit dem Kindle hat Amazon von Anfang an einen eBook Reader im Angebot, der nicht nur mit seinem günstigen Preis, sondern auch mit seiner Leistung und Ausstattung überzeugt. Dank des riesigen Angebots im Amazon-Store stehen tausende Bücher im internen Shop zur Auswahl. Das macht das Lesen von Anfang an leicht, da Sie schnell an Ihre Wunschbücher gelangen. Dass der Kindle jedoch etwas betagt ist, erkennt man schnell am Display, das lediglich eine Auflösung von 167 ppi aufweist und somit nicht ganz so scharf wirkt, wie seine Konkurrenten. Doch schlecht ist es keinesfalls, denn das Lesen macht sehr viel Spaß. Eine Hintergrundbeleuchtung besitzt der Kindle nicht. Jedoch ist eine Beleuchtung in der Preisklasse unter 80 Euro kaum möglich. Auch andere eBook Reader dieser Sparte bieten kein beleuchtetes Display. Dass Amazon beim Kindle die Nutzererfahrung nach ganz oben stellt, erkennt man auch schnell an der Arbeitsperformance des Kindle. Ghosting oder lange Wartezeiten konnten wir im Test mit dem Amazon Kindle kaum bis keine erkennen, sodass ein wunderbarer Lesefluss ohne störendes Flackern entsteht. Damit auch ausreichend Bücher auf Ihrem eBook Reader zur Verfügung stehen, stattete der Hersteller den Kindle mit vier Gigabyte festem Speicher aus. Das reicht für tausende Bücher in den unterschiedlichsten Formaten, denn der Kindle kann mit zahlreichen eBook-Typen umgehen (Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung). Leider besteht beim Amazon Kindle keine Möglichkeit, den internen Speicher noch weiter aufzurüsten. Dafür erhalten Sie, dank des Kindleshops und Amazon Prime, eine riesige Palette an günstigen und kostenlosen Büchern und Magazinen.

Amazon Kindle im Detail
Amazon Kindle Testbericht

InkBook Classic 2 – der Newcomer mit reichlich Ausstattung

Der InkBook Classic 2 war für uns eine wahre Überraschung, denn der Newcomer auf dem Markt überzeugte mit einer hochwertigen Verarbeitung, einer guten Performance sowie einer umwerfenden Ausstattung. Dabei kostet der kleine Reader nur 80 Euro, was ihn in diesem Vergleichstest aber auch zum teuersten Modell macht. Warum der Classic 2 ein Favorit in unserem Vergleich ist, zeigt ein Blick auf die Spezifikationen des Readers. Ausgestattet mit dem offenen Betriebssystem Android 4.2.2 liefert der Classic 2 einen eigenen App Shop mit, über den sich nicht nur Bücher, sondern auch zahlreiche Apps und Spiele installieren lassen. Das macht diesen eBook Reader zu einem Hybriden, mit dem Sie problemlos alle Buchformate lesen können, die es gibt. Zudem lässt er sich auf Wunsch wie ein kleines Tablet verwenden, auf dem Sie im Internet surfen, Spiele spielen oder Apps verwenden können. Doch beachten Sie dabei, dass der Touchscreen nicht für alle Anwendungen geeignet ist. Der 1GHz schnelle Prozessor arbeitet beim Lesen ausreichend schnell, doch reicht er für viele Programme und Spiele einfach nicht aus. Programme wie der Internetbrowser, ein einfaches Schachspiel oder Wetterdienste sind hingegen kein Problem für den InkBook Classic 2. Doch ist nicht alles Gold, was glänzt – so auch beim Classic 2. Im Test fiel auf, dass die Haptik des eBook Readers für kleine Hände eher ungenügend ist. Aufgrund seiner Form liegt er etwas unsicher in kleineren Händen, wodurch er für mehr als zwei Stunden Lesen nur unzureichend geeignet ist. Zusätzlich konnten wir im Menü, wie auch beim Blättern leichte Ghosting-Effekte erkennen, die zwar nicht besonders störten, aber dennoch auffällig waren.

Arta Tech InkBook Classic 2 im Detail
Arta Tech InkBook Classic 2 Testbericht

Welcher eBook Reader ist der Beste?

Welches der drei Modelle nun das Beste ist, haben wir überwiegend an der Performance und den Leseeigenschaften ausgemacht. Aspekte wie das Gehäuse oder die Ausstattung sind natürlich auch wichtig, aber eher als zweites Kriterium anzusehen. Gewinner der Leserherzen ist daher der Tolino Page, der mit seiner hervorragenden Performance für viel Lesespaß sorgt. Kein Ghosting, schnelle Reaktionen und eine Vielzahl an Büchern machen aus dem Page die perfekte Grundlage zum Lesen. Wer jedoch mehr Wert auf Flexibilität legt, der sollte einen näheren Blick auf den InkBook Classic 2 werfen, der aufgrund seines offenen Betriebssystems sogar als einfaches Tablet verwendet werden kann. Als Schlusslicht erscheint hier der Amazon Kindle, der leider schon etwas betagt ist. Das Display kann nicht mit den beiden Konkurrenten mithalten, was den Lesespaß nach wenigen Stunden schon trüben kann, da Texte einfach nicht die Schärfe erreichen, die heute gefordert wird.

Abschließend lässt sich sagen, dass alle drei Modelle ihre Vorzüge haben, wenn auch der Kindle dringend ein umfangreiches Hardwareupdate benötigt.

Kategorie: Allgemein, eBook Reader Einsteigermodelle, eBook Reader Vergleich, Tolino Page, Amazon Kindle, InkBook Classic 2
Datum: 29.01.2017