InkBook Classic 2 - Test des günstigen Android eBook Readers

Neuer Preis-/Leistungskracher oder schwacher Auftritt?

Während Amazon oder Tolino mit ihren eigenen eBook Readern den Markt nahezu beherrschen, tauchen immer mehr Unternehmen auf, die auch etwas vom Kuchen abhaben wollen. So auch InkBook, die mit ihrem neuen Classic 2 einen eBook Reader zeigen, der nicht nur über eine großartige Ausstattung, sondern auch noch über einen geringen Preis verfügt. Vor allem Letzteres ist für viele Bücherwürmer immer sehr interessant. Denn ein eBook Reader sollte nicht so viel kosten, dass man dafür direkt ein neues Tablet kaufen könnte, welches mehr Funktionen bereitstellt. Hergestellt wird der Classic 2 von Arta Tech, der auch schon für das Unternehmen Onyx tätig war und bereits große Erfolge erzielte. Wie der InkBook Classic 2 sich gegen die Konkurrenz durchsetzt und was er alles bietet, erfahren Sie in diesem Testbericht.

Der InkBook Classis 2 bietet viel – Lieferumfang, Design und Technik

InkBook Classic 2 mit Verpackung.Während der Lieferumfang mit dem eBook Reader, einem USB-Kabel sowie einem kurz gehaltenen Handbuch noch mager ausfällt, kann der kleine eBook Reader wiederum bei der Ausstattung punkten. Denn hier zeigt er sich von seiner besten Seite. Für den geringen Preis von rund 80 Euro erhält man reichlich Ausstattung auf dem Papier. So bringt der InkBook Classis das offene Betriebssystem Android in der Version 4.2.2 mit, was es Ihnen erlaubt, weitere Apps aus dem Store auf den eBook Reader zu laden und dort zu nutzen, ähnlich wie bei einem Tablet-PC. Vorinstalliert sind bereits Apps wie die Bibliothek zum Verwalten Ihrer Bücher, ein Internet-Browser, eine App für Nachrichten, ein Büchershop sowie der wichtige App-Store. Spiele konnten wir auf dem Gerät nicht finden, doch einfache Programme wie etwa Schach lassen sich problemlos aus dem App-Store laden.

Weiterhin bringt das offene Betriebssystem den Vorteil mit sich, dass zahlreiche verschiedene Dateitypen für Bücher unterstützt werden. Von PDF über ePUB bis hin zu HTML kann der kleine eBook Reader nahezu alles öffnen und darstellen. Dadurch macht InkBook es möglich, dass Sie nicht nur im Shop nach Büchern suchen müssen, sondern diese auch bequem vom PC auf den eBook Reader übertragen können. Unterstützt werden alle gängigen Betriebssysteme von Windows über Linux bis hin zu MacOS.

Frontansicht des InkBook Classic 2.Lesen können Sie auf dem 6-Zoll großen kapazitiven Touchscreen, der über eine Auflösung von 800 x 600 verfügt. Zum Einsatz kommt dabei das E Ink Carta Display, welches für eine scharfe Darstellung sorgen soll. Um auch längere Reisen oder einen ganzen Urlaub durchzustehen, verbaute der Hersteller einen großen 2000 mAh Akku, der den InkBook Classic 2 mehrere Wochen mit Energie versorgt, ohne dass dieser an die Steckdose muss. Für die nötige Leistung beim Öffnen von Apps oder beim Blättern sorgt ein Dual Core Prozessor mit 1 Ghz Taktung sowie 512 MB Arbeitsspeicher. Auf dem internen 4 GB großen Speicher haben hunderte Bücher Platz, sodass der Lesespaß nicht unterbrochen wird. Wer mehr benötigt, der kann über den MicroSD-Port eine 32 GB Karte nachrüsten. Mit 153 Gramm sowie einer Abmessung von 159 x 114 x 9 mm ist der Classic 2 von InkBook zwar nicht der Leichteste, aber auch kein Schwergewicht unter den eBook Readern.

So einfach, so schnell aber mit kleinen Nachteilen – die Bedienung

Auswahl der Schriftarten und Schrifgrößen.Ein eBook Reader für rund 80 Euro kann nicht überall punkten und das zeigt sich ganz besonders bei der Bedienung. Im Test fiel mehrfach auf, dass der eBook Reader bei kleinen Händen nicht sonderlich gut in der Hand liegt, was die Hände schnell zum Ermüden bringt. Weiterhin treten beim Öffnen von Apps oder Büchern Ghosting-Effekte auf, die beim schnellen Wechsel in den Menüpunkten etwas störend wirken könnten. Diese Ghosting-Effekte sind jedoch beim Lesen eher zurückhaltend und fallen nur selten wirklich störend auf. Abseits dieser kleinen Makel ist der InkBook Classic 2 ein ausgewogener und vor allem günstiger Reader. Der Prozessor arbeitet schnell und öffnet Bücher, wie auch Apps sehr zügig, was uns im Praxistest sehr gefallen hat. Aber auch die Bedienung beim Lesen kann sich sehen lassen. Aufgrund der physischen Tasten an der Seite lassen sich Bücherseiten schnell und unproblematisch umblättern, ohne dabei jedes Mal auf den Touchscreen tippen zu müssen.

In unserem InkBook Classic 2 Test mussten wir auch kleinere Übersetzungsfehler feststellen. So wurde unteranderem in den erweiterten Einstellungen der Menüpunkt für die Geräteinformation als „Über das Telefon“ bezeichnet.

Das Shop-System auf den Prüfstand

Auf den InkBook Classic 2 ist natürlich auch ein integrierter Shop installiert. Leider kann der Nutzer im Shop namens Midiapolis nur die polnische und englische Sprache auswählen. Ebenso werden hier auch keine deutschen Titel angeboten, so dass Nutzer über alternative Shops ihre Lektüre beschaffen müssen. Das ist ein klarer Nachteil des eBook Readers, da das Laden von eBooks über einen integrierten Shop meist einfacher und schneller vonstattengeht.

Vor- und Nachteile des InkBook Classis 2

Vorteile: Nachteile:
  • Gut ablesbares Carta-Display
  • Android 4.2.2 – offenes Betriebssystem für das Installieren von weiteren Apps
  • Großer 4 Gigabyte Speicher
  • SD-Kartenslot für bis zu 32 Gigabyte MicroSD-Karten
  • Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Für Nutzer sehr kleiner Hände nicht sehr lange nutzbar
  • Ghosting beim Öffnen von Apps
  • Fehlende Hintergrundbeleuchtung
  • Kleinere Übersetzungsfehler im Menü
  • Integrierter Shop nicht in deutscher Sprache und enthält auch keine deutschen Titel

Fazit

Die Rückseite des eBook Readers.Zugegeben, der InkBook Classic 2 ist kein Kindle oder Tolino Shine, denn hierfür müsste der Hersteller besonders am Touchscreen sowie an den Ghosting-Effekten arbeiten. Auch die Ergonomie für Menschen mit kleinen Händen könnte besser sein und ein integrierter Shop mit deutschen Titeln wäre wünschenswert. Jedoch muss man hier klar zugeben, dass dies Meckern auf hohem Niveau ist, betrachtet man den Preis beim eBook Reader. Denn für 80 Euro kann sich der Kleine tatsächlich sehen lassen. Der Prozessor arbeitet flott, die Ausstattung ist für diese Preisklasse erstklassig und auch das Lesen macht über mehrere Stunden sehr viel Spaß. Besonders gut gefiel uns der große Speicherausbau von 4 Gigabyte sowie das offene Betriebssystem, über das man nicht nur weitere Bücher, sondern auch zahlreiche Apps und Spiele nutzen kann. Das macht den eBook Reader fast schon wieder zu einem kleinen Tablet-PC, mit dem man auch Nachrichten oder das Wetter checken kann.

Weitere Detailinformationen:

InkBook Classic 2 im Detail
InkBook Classic 2 bestellen

Kategorie: Testbericht, Arta Tech, Test, Android eBook Reader
Datum: 10.01.2017
Auszeichnungen
Information

Um unsere Auszeichnung in Ihrer Seite anzuzeigen, binden Sie bitte den folgenden Quellcode ein.

Lizenzfreigabe Sie haben die Freigabe die Auszeichnung (Bild) von unserem Server abzurufen oder auch auf Ihrem Server bzw. in Ihrer Website zu speichern. Die Linkangabe im Quellcode ist Pflicht.