Kobo Aura im Test

Kobo Aura - teurer Lesespaß in kleinem Gehäuse?

Der Kobo Aura wirkt wie eine Miniaturvariante des Aura HD und versucht besonders durch seine kompakten Maße und das geringere Gewicht zu überzeugen. Die technische Ausstattung sowie die Software sind identisch mit dem großen Bruder und lassen ebenso wenige Wünsche offen, wie die Erweiterbarkeit des Speichers oder die Einfachheit der Bedienung. Doch so klein wie der Kobo Aura ist, so überzogen ist er mit einem sein Preis von 120 - 130 Euro. Dafür muss er viel bieten und alles besser machen als die Konkurrenz. Aber kann er das auch?

Solide technische Ausstattung, die keinerlei Wünsche offen lässt

Kobo Aura - Verpackung und FrontansichtDamit der Kobo Aura auch stets schnell reagiert, stattet der Hersteller den Kleinen mit einem 1 GHz schnellen Prozessor aus. Dieser berechnet vor allem das Umblättern beim Lesen und auch sämtliche Eingaben im Menü. Insbesondere beim Lesen merkt man die schnelle Taktung, denn nachdem das Buch vollständig geladen wurde, blättert der kleine eReader im Handumdrehen durch die Seiten. Eine etwas schlechtere Figur macht er im Menü und den Extras, wie der Bibliothek oder dem Shop. Nach einer Eingabe benötigt der kleine Kobo Aura wenige Sekunden Bedenkzeit, um einen Menüpunkt zu öffnen.

Bücher und Bilder speichert der Aura auf einem 4 Gigabyte internen Flash-Speicher, der sich mit einer separaten 32 Gigabyte Speicherkarte weiter aufrüsten lässt. Wem das nicht reicht, der kann seinen eReader mit der Kobo Cloud verbinden. Mit den richtigen Einstellungen synchronisiert der Aura sämtliche Daten automatisch mit dem Internetspeicher. Dadurch kann man seine Bücher immer und überall lesen. Sollten Sie den Kobo Aura einmal vergessen, haben Sie zudem die Möglichkeit, dank der zusätzlichen Apps für Smartphone und Tablet, Ihre Bücher und Zeitschriften auch unterwegs weiterzulesen.

Kobo Aura - FrontansichtDas Gehäuse des Kobo Aura wirkt solide und sehr stabil, sodass es den Eindruck erweckt, dass sogar ein Sturz dem Kleinen nichts anhaben könnte. Leider ist er dadurch auch kein Fliegengewicht, denn mit 174 Gramm wiegt er auf seine geringe Größe von 150 x 114 x 8,1 mm etwa genauso viel wie der Kindle oder der Tolino Vision. Etwas auffällig ist auch das kleine Spaltmaß rings um das Display, in dem sich schnell Schmutz sammeln kann. Dafür geht das Display 1:1 in den Displayrahmen über und bildet somit eine ebene Fläche. Wer etwas Mut zur Farbe beweisen möchte, kann den Kobo Aura nicht nur in Schwarz, sondern auch in Pink erwerben.

Das E-Ink-Display des Kobo Aura löst mit 1024 x 758 Pixel auf und verfügt über 16 Graustufen. Im direkten Vergleich mit dem Aura HD erkennt man eine größere Unschärfe sowie leicht ausgewaschene Grautöne. Für eine längere Akkulaufzeit kann die Hintergrundbeleuchtung über einen Knopf auf der Oberseite schnell und einfach deaktiviert werden. Ist die Beleuchtung aktiv, lässt sie sich im Menü stufenlos regeln und an verschiedene Umgebungen anpassen.

Um den Shop und auch die Zusatz-Features nutzen zu können, stattet der Hersteller den Aura mit einem WLAN-Modul aus, das eine sehr gute Figur im Test machte. Zwar sank die Geschwindigkeit nach rund 10 Metern etwas ab, dafür gab es kaum Verbindungsabbrüche.

Zusatzfunktionen soweit das Auge reicht

Kobo Aura - AnschlüsseWie auch der Kobo Aura HD verfügt das kleinere Modell über eine umfangreiche Softwareausstattung. Neben den Synchronisationseinstellungen und den Apps für Smartphone und Tablet, kann der Aura auch sozial sein. Dank einer direkten Anbindung an Facebook lassen sich Textpassagen mit Freunden und der Familie teilen und darüber diskutieren. Wer gerne Fachliteratur oder fremdsprachige Bücher und Zeitungen liest, der freut sich über eine Anbindung an Wikipedia und ein integriertes Wörterbuch. Die Bedienung ist denkbar einfach. Im Buch tippt man wenige Sekunden auf ein Wort, wodurch sich ein Pop-Up-Menü öffnet. Darüber hat man nun die Möglichkeit, auf Google danach zu suchen, es bei Wikipedia nachzuschlagen oder auf Facebook zu teilen.

Diese Verknüpfung mit den sozialen Medien dient nicht nur der Diskussion und der Verbreitung der gelesenen Inhalte, sondern ermöglicht es dem Hersteller, zusätzliche Informationen für Sie bereitzustellen. Kobo erstellt aus Ihren gelesenen Büchern und weiterer Indizien zusätzliche Statistiken und Vorschläge für weitere Bücher und Zeitschriften. Dadurch können Sie neue Geschichten entdecken und Ihre eigene Bibliothek erstellen.

Besonders schön sind auch die Zusatz-Features unter dem Menüpunkt „Beta Features“. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich die Zeit mit einer Partie Schach oder Sudoku zu vertreiben. Zum Surfen dient ein Webbrowser im Beta-Stadium, dem man dieses aber auch anmerkt. Das Surfen ist langsam und der Aufbau von Bildern schlug im Test oftmals fehl.

Fazit

Der Kobo Aura hat es ebenfalls nicht so leicht wie der größere Aura HD, denn sie wandeln in Preisklassen, die bereits von Tablet-PCs abgedeckt werden. Auch der Aura zeigt sich von einer soliden und ansprechenden Seite und kann als kleiner eReader überzeugen. Doch sind es auch hier einige Punkte, die unbedingt angepasst werden müssen. Verglichen mit den Branchenführern Tolino Vision und dem Kindle Paperwhite kann der Kobo Aura nur in Sachen Software und Ausstattung mithalten. Das Display ist etwas unscharf und ausgeblichen, das Gerät selbst ist für die kleine Größe zu schwer und der Preis überdimensioniert. Wer einen guten und kleinen eReader sucht, der sollte sich auch einmal die Modelle von PocketBook anschauen, die durch einen geringeren Preis überzeugen können.

Weitere Detailinformationen:

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Kategorie: Testbericht, Kobo, Aura
Datum: 20.05.2014
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