PocketBook Mini im Test

Klein und leicht, der PocketBook Mini ist ein ganz Großer unter den kleinen Readern

Leseratten kennen das Problem: Man ist viel in Bus und Bahn unterwegs und möchte seine Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln gerne mit einer Reise in eine andere Welt vertreiben. Nach mehrmaligem Umsteigen zehrt ein schweres Buch allerdings spürbar an den Kräften. Ein kleiner, leichter Lesebegleiter muss her. Der Hersteller „PocketBook“ hat mit dem „Mini“ einen 5-Zoll eReader im Angebot, der lediglich 130 Gramm auf die Waage bringt - perfekt für die Hand- oder Hosentasche.

Wie schlägt sich der kleine PocketBook Mini im Test? - Lieferumfang, Design, Technik

Bereits die Verpackung lässt erkennen, dass es sich beim PocketBook Mini um einen wahrlich kleinen Begleiter handelt. Der Miniatur-eReader kommt gut verpackt beim Kunden an und beherbergt in seiner Schachtel lediglich ein USB-Kabel und einen Garantiehinweis. Ein umfangreiches Benutzerhandbuch bleibt der Hersteller Ihnen schuldig, jedoch ist eine Kurzanleitung enthalten, die die ersten Schritte beschreibt.

PocketBook Mini - FrontansichtGelesen wird auf einem matten E-Ink-Pearl-Display mit einer Diagonale von 5 Zoll (12,7 cm) und einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten. Über eine Hintergrundbeleuchtung verfügt das PocketBook Mini nicht. Ein 1 GHz schneller Prozessor sorgt sich um die Berechnungen während des Betriebs und lässt Eingaben mit leichter Verzögerung zu. Die Menü-Navigation erfolgt über eine 5-Wege-Steuerungstaste. Viele tausend Bücher finden ihren Platz auf dem internen 4 Gigabyte großen Flashspeicher, der nicht erweitert werden kann. Serienmäßig hat „PocketBook“ den Mini mit 500 eBooks ausgestattet, die sofort nach dem Start gelesen werden können. Wie auch seine größeren Kollegen verfügt der „Mini“ über 16 Buch- und Grafikformate. Mit den integrierten Wörterbüchern können unbekannte Vokabeln fremdsprachiger Literatur im Handumdrehen übersetzt werden. Weitere Bücher können online abgerufen werden. Hierfür steht ein integriertes WLAN-Modul zur Verfügung. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller rund 4 Wochen.

Für etwas mehr Abwechslung sorgen zusätzlich einige Anwendungen auf dem PocketBook Mini. Der Hersteller stattete den eReader mit einem Browser zum Surfen sowie einigen anderen nützlichen Anwendungen aus. So findet man unter dem Menüpunkt „Anwendungen“ einige kleine Spiele wie das bekannte „Snake“ oder ein Schachspiel. Mit dem integrierten Taschenrechner lassen sich einfache Aufgaben lösen und ein Kalender hilft bei der Terminplanung. Über integrierte Lautsprecher verfügt das PocketBook Mini nicht. Somit ist auch keine Vorleseoption enthalten.

Für Minimalisten - die Nutzung

PocketBook Mini - AnschlüsseÜber den kleinen Power-Schalter auf der Unterkante lässt sich das PocketBook Mini in wenigen Sekunden aktivieren. Kurzerhand gelangt man auf die erste Seite des eReaders, auf der die ersten Bücher ausgewählt werden können. Die Navigation mit der 5-Wege-Steuerungstaste gelingt gut, wenn auch etwas verzögert. Nach der Auslösung benötigt das PocketBook Mini eine Bedenk-Sekunde, bis der Cursor auf die gewünschte Option rutscht. Dies macht er ohne störende Animation, wenn auch zwischenzeitlich leichte Ghosting-Effekte auftreten. Über den mittleren großen Knopf gelangt der Nutzer ins Menü, kann die Schriftart ändern und weitere Einstellungen vornehmen. Hierüber kann beim Lesen eines Buches zwischen Quer- und Hochformat gewechselt werden. Diese Option ist besonders hilfreich bei einer größeren Schriftgröße, da das kleine Display im Querformat weniger Wörter trennt und der Lesefluss somit besser ausfällt. Dies ist zudem ein markanter Kritikpunkt des PocketBook Mini. Die Schriftgröße des Menüs ist oftmals sehr klein und nicht immer hervorragend erkennbar. Zudem wird der Lesefluss im Hochformat durch das geringe Platzangebot des Displays negativ beeinflusst, da öfter geblättert werden muss. Dafür ist die Blätter-Funktion ausgereift und findet ohne Animation oder spürbare Verzögerung statt. Weiterhin stehen die zulässigen Formate auf der Habenseite. Das PocketBook Mini gibt jedes erdenkliche Dateiformat wieder und stellt dieses hervorragend dar. Weiterhin ist der eReader mit jedem deutschen Download-Store kompatibel.

Fazit

Das PocketBook Mini hat es in der heutigen Zeit und dem Preiskampf mit Amazons Kindle sichtbar schwer. Zum einen sind die Maße und das Gewicht ein großer Pluspunkt für Vielreisende und auch das Display kann unterwegs und in der Sonne überzeugen. Die Blättergeschwindigkeit ist nahezu perfekt, die Navigation einfach und die Zusatz-Anwendungen flexibilisieren das Gerät. Zum anderen erschwert der fehlende Touchscreen die Steuerung in einigen Anwendungen (z.B. Browser) und auch die Verzögerung von Eingaben könnte oftmals geringer ausfallen. Aufgrund des kleinen Displays ist der Lesefluss zusätzlich stockender als bei einem Kindle oder ähnlich dimensionierten Geräten. Große Vorteile hat der Käufer schließlich nur aufgrund der kompakten Maße und des Gewichtes. Wem diese Eigenschaften wichtig sind, der kann getrost zugreifen. Für einen angenehmeren Lesefluss ist der ältere Amazon Kindle einen näheren Blick wert.

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Kategorie: Testbericht, PocketBook, Mini
Datum: 14.10.2013
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