PocketBook Sense im Test

Unterwegs und Zuhause – Lesen mit dem PocketBook Sense

Die Technik entwickelt sich immer weiter und auch im Bereich der eBook Reader sind viele Neuerungen zu verzeichnen: Es werden immer größere Speichereinheiten verbaut, sodass noch mehr Bücher auf einem Gerät gesammelt werden können. Die zusätzlichen Funktionen werden laufend erweitert und so bieten aktuelle Reader die Möglichkeit an, einen Kommentar in das digitale Buch zu schreiben oder via Internet direkt nach unbekannten Wörtern zu suchen. All das und noch viel mehr verspricht auch der PocketBook Sense, der außerdem einigen weiteren Funktionen überzeugen möchte. Wir haben uns das Gerät mal genau angesehen und verraten in unserem Test, wo genau die Stärken und Schwächen des neuen eBook Readers liegen.

Schlicht und funktionaler eBook Reader – die äußere Erscheinung

Der PocketBook Sense in der Verpackung.Bereits die Verpackung deutet darauf hin, dass es beim Design des Readers nicht darum geht, aufzufallen oder zu blenden. Stattdessen bekommt man auf der Vorderseite einen direkten Blick auf das Gerät selbst, denn neben dem Namen am unteren Ende besteht die Front aus einem Fenster aus durchsichtigem Hartplastik, durch das man direkte Sicht auf das Gerät hat. Darüber hinaus ist über die Vorderseite nichts zu sehen. Auf der Rückseite sind in zwölf Sprachen einige Bullet-Points aufgelistet und dort erfährt man erste technische Details und kann den genauen Lieferumfang nachlesen: Neben dem eigentlichen Reader an sich ist auch ein Ladekabel vorhanden, das per USB-Anschluss mit jedem passenden Gerät verbunden werden kann, um dadurch zum Beispiel via PC den PocketBook Sense aufzuladen. Ein Netzstecker ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten, sodass dieser bei Bedarf nachgekauft werden muss. Ebenfalls vorhanden ist ein Kenzo-Schutzcover, in das man den Reader einfach hineinlegen kann. Das Cover sieht aus wie ein zusätzlicher Buchdeckel und umschließt das Gerät nicht komplett, sondern schützt nur das Display und die Rückseite, hat aber immerhin zwei Löcher, sodass man trotzdem die Tasten an der Rückseite bedienen kann. Außerdem liegt die Garantie, eine Kurzanleitung in 23 Sprachen sowie Sicherheitshinweise vor. Der gesamte Inhalt wird in einem großen Schaumstoffkarton geliefert.

Die Frontansicht des PocketBook Sense.Aus optischer Sicht besticht der PocketBook Sense mit klaren Linien und das sechs Zoll (15,24cm) Display wird von hartem Kunststoff ummantelt. Auf der Vorderseite ist neben dem PocketBook Schriftzug allerdings sonst nichts weiter zu finden. Es ist durchaus ungewöhnlich, dass der eBook Reader auf Tasten auf der Front verzichtet, wodurch das Gerät sich optisch eher an den Konkurrenzprodukten von Kindle orientiert und nicht der eigenen Produktfamilie treu bleibt. Dafür wurden auf der Rückseite zwei Blättertasten verbaut, die einen angenehmen Druckpunkt haben und beim Lesen einfach zu bedienen sind. Der Reader wirkt sehr stabil, wurde sehr ordentlich verarbeitet und besitzt darüber hinaus auch ein angenehmes Gewicht von 175 Gramm, das einem leichten Buch entspricht. Die Ecken wurden leicht abgerundet, wodurch zusätzliche Sicherheit bei der Nutzung entsteht. Der Ein-/Ausschalter sowie ein MicroSD Kartenslot sind auf der Unterseite zu finden.

Auf dem neuesten Stand – die technischen Details des PocketBook Sense

Der eBook Reader mit KENZO Cover.Das sechs Zoll HD-Display gehört zu der Generation E-Ink Pearl und löst mit 1024 x 758 Pixeln auf. Das Display ist zumindest auf dem Papier etwas schwächer als andere Displays der aktuellen Generation und kann zum Beispiel von der Kontrastleistung her nicht mit dem Modellbruder PocketBook Ultra mithalten. Trotzdem liefert es eine gute Qualität ab, die auch nach stundenlangem Lesen nicht nachlässt. Andere Hersteller von eBook Readern nutzen bereits länger Lichtsensoren und nun halten diese auch mit dem PocketBook Sense Einzug: Seitlich im Rahmen wurden LEDs verbaut, die ständig die Umgebung scannen und das Display automatisch an die aktuellen Lichtverhältnisse anpassen. Aber natürlich ist auch eine manuell Einstellung der Display-Helligkeit wählbar. Um problemlos tausende von Büchern speichern zu können, ist ein vier Gigabyte großer interner Speicher vorhanden. Außerdem kann man bequem per WLAN eine Verbindung mit dem Internet erstellen und hat dadurch Zugriff auf den Shop oder kann den integrierten Webbrowser nutzen. Zusätzlich werden die Dienste ReadRate, Dropbox und Send to PocketBook unterstützt. Sehr überzeugend ist der verbaute Akku, der innerhalb von wenigen Stunden komplett aufgeladen ist und bei normaler Nutzung bis zu einem Monat halten kann. Ein netter Bonus ist das ABBYY Lingvo Wörterbuch, das vorinstalliert wurde und dann einspringen kann, wenn man ein Wort suchen möchte, aber derzeit keine Verbindung zum Internet herstellen kann.

Einfach und doch komplex – die Bedienung

Dich Rückseite des PocketBook Sense mit allen Anchlüssen und Blättertasten.Grundsätzlich ist die Bedienung des PocketBook Sense kinderleicht, denn per Touchscreen kann man die verschiedenen leicht verständlichen Symbole anklicken, sich durch den Shop wühlen und neue Bücher kaufen oder die Kommentarfunktion nutzen. Eine Erklärung in Form eines Tutorials wäre wünschenswert gewesen, doch kommt man nach ein wenig Herumprobieren auch so zurecht. Dann kann man eine große Fülle an zusätzlichen Funktionen nutzen: Von der Startseite aus hat man die Wahl, die digitale Bibliothek anzuwählen, den Browser zu nutzen, Dropbox oder die anderen unterstützten Dienste aufzurufen oder sogar vorinstallierte Spiele zu spielen. Dazu gehören Schach, Scribble, Sudoku und Klondike. Außerdem kann man den integrierten Taschenrechner wählen, die Galerie aufrufen, RSS Nachrichten lesen und das Wörterbuch manuell ansteuern. Wer möchte, kann den Reader auch einfach nur zum Lesen verwenden. Das funktioniert nämlich auch einwandfrei und sobald man in der eigenen Bibliothek das Buch ausgewählt hat, kann man sich mit Hilfe der beiden Blättertasten auf der Rückseite ganz bequem die Geschichten lesen. Dabei kann man sich die aktuelle Seitenanzahl, den Akku-Stand und Notizen anzeigen lassen. Wenn man zurück zum Startbildschirm möchte, muss man einfach beide Blättertasten gleichzeitig drücken.

Es gibt also tatsächlich viel zu entdecken und der PocketBook Sense ist schon fast ein kleines Multimediagerät und kein einfacher eBook Reader mehr. Wenn man noch nie ein solches Gerät verwendet hat, mag das alles ein wenig verwirrend sein, denn viele Funktionen werden nicht erklärt, aber immerhin wurde ein Benutzerhandbuch in deutscher Sprache auf dem Gerät gespeichert.

Fazit des PocketBook Sense Test

Der PocketBook Sense ist ein absolut ordentliches Gerät, das viele zusätzliche Funktionen mit sich bringt. Ob ein solches Gerät tatsächlich zusätzliche Spiele braucht, bleibt dem eigenen Bedürfnissen überlassen, doch als eBook Reader erledigt er seine Arbeit ohne Macken. Das Display ist angenehm und belastet die Augen auch nach stundenlanger Nutzung nicht. Die technischen Eigenschaften sind überzeugend und für ein aktuelles Gerät auch angemessen und die Nutzung ist sehr einfach, wenn man sich ein wenig mit den vielen Möglichkeiten auseinandergesetzt hat. Zusammenfassend überzeugte uns der PocketBook Sense bei unserem Test. Wer also nach einem guten Gerät sucht, der kann mit dem Sense absolut nichts falsch machen.

Weitere Detailinformationen:

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Kategorie: Testbericht, PocketBook, Sense
Datum: 12.12.2014
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