Vergleich der neuesten eBook Reader Modelle

Im Vergleichstest ist vom Einsteigermodell bis hin zum Premiummodell alles vertreten

Die Liste der in diesem Jahr neu erschienen eBook Reader ist lang. Die Hersteller haben ihre Geräte weiter verbessert. So wurde bei den meisten Geräten die Speicherkapazität vergrößert und ein besseres Display eingebaut. Einige innovative Hersteller brachten einen eBook Reader mit Blaulicht-Reduzierung heraus welches den Biorhythmus des Nutzers weniger beeinträchtigt. Andere wiederum setzten erneut auf den beliebten Wasserschutz und dem daraus resultierenden vergrößerten Nutzungsbereich des Gerätes. Auch neue Geräte mit einem offenen Android-Betriebssystem und der Möglichkeit Apps zu installieren, sind bei den Neuerscheinungen vertreten.

Aufgrund der Vielzahl an neuen Modellen dürfen Sie gespannt sein welches Modell sich im eBook Reader Vergleich durchsetzt und welches Gerät eher ein Flop ist.

Inhaltsverzeichnis - eBook Reader Vergleich

Liste der eBook Reader (alphabetisch geordnet)

Das Angebot an neuen Geräten war auch dieses Jahr wieder sehr facettenreich. So haben unter anderem die zwei bekanntesten Hersteller Amazon und Tolino sowohl ein Einsteigermodell als auch ein Premiummodell auf den Markt gebracht. Um hier einen fairen Vergleich durchführen zu können, müssen die Geräte erst einmal in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. Diese Kategorien beschreiben zum einen die technische Ausstattung des Gerätes und zum anderen die Zielgruppe.

Kategorien Überblick

  • Basic - Einsteigermodelle zwischen 60 und 80 Euro
  • Komfort - Modelle für häufige Leser zwischen 81 und 150 Euro
  • Premium - Modelle für Vielleser ab 151 Euro

Die drei Kategorien decken Geräte mit einer Grundausstattung (Basic) bis hin zur Ausstattung eines High-End-Gerätes (Premium) ab. Um nicht alle Geräte vergleichen zu müssen, kann man sich auch anhand seiner persönlichen Lesehäufigkeit auf eine Kategorie beschränken. So ist die Kategorie Basic für Leser die selten zu einem eBook greifen bzw. die ersten Erfahrungen mit einem eBook Reader sammeln wollen gedacht. Während die Kategorien „Komfort“ und „Premium“ eher für Nutzer geeignet sind, die häufig bis täglich in eBooks schmökern wollen. Legt man sich preislich fest so helfen auch hier die Kategorien. Ein Einsteigermodell mit einer Grundausstattung ist natürlich viel günstiger als ein Premiummodell mit einer High-End-Ausstattung.

Basic - Einsteigermodelle mit einem kleinen Funktionsumfang zum kleinen Preis

EBook Reader aus dieser Kategorie sind für Leser die noch gedruckte Bücher lesen und die ersten Schritte in die digitale Lesewelt machen wollen. Sollte der Umstieg, aus welchen Gründen auch immer, nicht klappen so sind die Kosten aufgrund des geringen Gerätepreises verkraftbar. Eine extrem hohe technische Ausstattung und einen großen Funktionsumfang kann man bei diesen Geräten aber nicht erwarten. So muss man unter anderem bei den Einsteigermodellen auf eine hohe Auflösung oder eine Displaybeleuchtung verzichten. Bei einer Anschaffung eines Gerätes sollte man mit 60,- bis 80,- Euro rechnen. Bei einer Aktion können die Geräte sogar noch günstiger erworben werden. Empfohlen werden diese Geräte für Einsteiger oder Leser die in unregelmäßigen Abständen zum eBook greifen.

In dieser Kategorie finden sich die Modelle Tolino Page, Amazon Kindle und Arta Tech inkBOOK Classic 2 wieder.

Basic Modelle im Vergleich

Komfort - Modelle für häufige Leser mit erweitertem Funktionsumfang und einem moderaten Preis

Zur Komfort-Klasse gehören alle Geräte mit einem umfangreichen Funktionsumfang. In dieser Kategorie erhält man bereits ein Gerät mit einem guten Display, welches ein scharfes und kontrastreiches Schriftbild darstellt. Preislich liegen die Geräte zwischen 81,- Euro und 150,- Euro. Geeignet sind diese Geräte für Leser die mehrmals wöchentlich in eBooks lesen möchten.

Sowohl der PocketBook Touch HD als auch der Arta Tech inkBook Prime fallen in diese Kategorie. Der PocketBook InkPad 2 hat ein besonders großes Display und liegt daher etwas über der Preisspanne dieser Kategorie. Aufgrund einiger Eigenschaften, auf die wir später noch eingehen, schafft das Gerät leider jedoch nicht den Sprung in die Premium-Kategorie.

Komfort Modelle im Vergleich

Premium - eBook Reader Modelle für Vielleser mit hohen Funktionsumfang und sehr gutem Lesekomfort

Bei Geräten der Kategorie „Premium“ kann man einen eBook Reader mit hochauflösendem Display, umfangreichen Funktionen sowie hervorragendem Lesekomfort erwarten. Die technische Ausstattung ist dabei auf dem höchsten Niveau. Die Preise der Geräte liegen meist über 150,- Euro. Vielleser sollten sich diesen Komfort gönnen.

Der Tolino Vision 4 HD, Amazon Kindle Oasis und Kobo Aura ONE sind die Premium-Modelle und bestechen durch eine sehr gute Verarbeitung, einem sehr scharfen und hochauflösenden Display sowie neuen Techniken die den Lesekomfort auf ein sehr hohes Maß heben.

Premium Modelle im Vergleich

Basic Modelle im Vergleich

In der Kategorie „Basis“ hat Tolino mit dem Page vorgelegt und kurz danach erschien der Amazon Kindle. Zum Schluss präsentierte Arta Tech seinen eBook Reader inkBook Classic 2 auf dem beliebige Apps installiert werden können.

Tolino Page

Tolino PageDer Tolino Page ist mit aktuell 69,- Euro ein eBook Reader für den kleinen Geldbeutel. Trotz des günstigen Preises wurde dem Gerät ein E-Ink Carta Display spendiert welches ein besonders kontrastreiches Schriftbild erzeugt. Die Software ist durch die Vorgängermodelle ausgereift und läuft stabil. Durch das offene System welches Tolino in all seinen Modellen einsetzt kann der Nutzer selbst entscheiden in welchem Shop er seine eBooks kauft. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit eBooks via Onleihe auszuleihen. Der Funktionsumfang des Gerätes ist auf die Kernfunktionen beschränkt, was für Einsteiger jedoch mehr ein Vorteil als ein Nachteil ist, da dadurch die Menüs übersichtlich bleiben und das Gerät besonders intuitiv gesteuert und eingestellt werden kann. Die meiste Kritik nach Erscheinen hagelte es auf Grund des schlichten Designs und deren Farbgebung.

Weitere Informationen zum Tolino Page.

Amazon Kindle

Amazon KindleVom kleinen und handlichen Kindle wurde viel erwartet. Daher war die Enttäuschung groß als das Gerät lediglich mit einem in die Jahre gekommenen E-Ink Pearl Display auf dem Markt erschien. Dennoch ist das Schriftbild für ein Einsteigermodell gut und ausreichend aber dennoch nicht mit dem des Tolino Page zu vergleichen. Überzeugen konnte das Gerät mit seiner intuitiven Menüführung und dem umfangreichen Online-Angebot welches seinesgleichen sucht. Obwohl das Angebot keine Wünsche offen lässt, so können die Nutzer eines Kindles nicht einfach auf andere Shops zurückgreifen sondern sind fest an den Amazon-Shop und der Amazon-Flatrate „Kindle Unlimited“ gebunden.

Weitere Informationen zum Amazon Kindle.

Arta Tech inkBook Classic 2

Arta Tech inkBook Classic 2Eine kleine Überraschung bei den Neuerscheinungen war der inkBook Classic 2 bei dem man dank seines offenen Android Systems beliebige Apps installieren kann. So kann unteranderem die eBook Flatrate von Skoobe via App genutzt werden oder aber auch die Lese-App von Amazon. Durch die Nutzung von Apps kann der Funktionsumfang des eBook Readers extrem erweitert werden und zusätzlich hat der Nutzer die freie Shopwahl. Das Gerät hat ebenfalls ein E-Ink Carta Display mit derselben Auflösung wie die Konkurrenten. Auf beiden Seiten befinden sich zwei Blättertasten mit dem man praktikabel vor- und zurückblättern kann. Die Aktionen der Tasten können angepasst werden. Wobei eine Änderung in unseren Augen wenig Sinn ergibt, da die Blättertasten an beiden Seiten vorhanden sind und sich der eBook Reader auch für Linkshänder eignet. Alternativ kann man natürlich auch durch das Wischen auf dem Touchscreen blättern. Einen Home-Button wie es ihn auch beim Tolino Page gibt ist ebenfalls vorhanden. Auch ein integrierter Shop namens „Midiapolis“ steht bereit jedoch ist dieser für Leser deutschsprachiger Literatur gänzlich ungeeignet da ausschließlich polnische und englische Literatur angeboten werden. Auch negativ aufgefallen ist die Geschwindigkeit des inkBook Classic 2. Das Gerät startet nach einer längeren Ruhepause sehr langsam und auch eBooks werden wesentlich langsamer geöffnet als beim Tolino Page und Amazon Kindle. Punkten kann der inkBook Classic 2 dann wieder durch den SD-Karten-Slot über den man die Speicherkapazität um 32 GB erhöhen und einfach Daten zwischen anderen Geräten austauschen kann.

Weitere Informationen zum Arta Tech inkBook Classic 2.

Tolino Page Amazon Kindle inkBook Classic 2
Displaytyp E Ink Carta E Ink Pearl E Ink Carta
Auflösung 800 × 600
167 ppi
800 × 600
167 ppi
800 × 600
167 ppi
Speicherkapazität 4 GB 4 GB 4 GB zzgl. 32 GB via SD Karte
Gehäuse gut sehr gut gut
Gewicht 170 g 161 g 153 g
Akkulaufzeit 7 Wochen 4 Wochen 3 Wochen
Shop sehr gut sehr gut befriedigend
Funktionsumfang sehr gut gut sehr gut
Direktvergleich: Tolino Page, Amazon Kindle, inkBook Classic 2

Komfort Modelle im Vergleich

Bei den Komfort Modellen stehen sich von PocketBook der Touch HD und der InkPad 2 sowie der Android eBook Reader inkBook Prime von Arta Tech gegenüber.

PocketBook Touch HD

PocketBook Touch HDPocketBook stattet den Touch HD mit einer gehobenen Ausstattung aus, die man oft nur in der Premium-Kategorie findet. So hat das Gerät ein E-Ink Carta Display mit einer hohen Auflösung von 1448 x 1072 Pixeln, eine integrierte Displaybeleuchtung und einen 8 GB großen Arbeitsspeicher der über eine SD-Karten-Slot um 32 GB erweitert werden kann. Darüber hinaus kann man ihn dank der Audiounterstützung auch als Musikplayer nutzen. Alle PocketBook Geräte sind mit einem integriert Shop ausgestattet der umfangreich und sehr übersichtlich aufgebaut ist. Auch die Verwaltung der eBooks ist spitze. So kann man unteranderem nach dem Autor, dem Titel, dem Genre und sogar nach Schlagworten filtern.

Weitere Informationen zum PocketBook Touch HD.

PocketBook InkPad 2

PocketBook InkPad 2Gleichzeitig zum Touch HD präsentiert PocketBook den InkPad 2, einen eBook Reader mit einem 8 Zoll Display. Am Gerät wurden zum Vergleich zum Vorgängermodell einige Verbesserungen vorgenommen. So wurde zum Beispiel die Verarbeitungsqualität wesentlich verbessert, der Powerknopf besser positioniert und die Blättertasten sind im neuen Modell sensibler, so dass nicht mehr so viel Druck zum Blättern ausgeführt werden muss. Technisch ist das Nachfolgemodell jedoch nicht verändert worden. So ist der InkPad 2 immer noch mit dem älteren E-Ink Pearl ausgestattet welches nicht an die Kontrastwerte eines E-Ink Carta Display heranreicht. Auch der interne Speicher von 4 GB ist gleich geblieben. Somit lässt sich Zusammenfassen, dass der InkPad 2 zwar einige Verbesserungen erhalten hat jedoch auf dem technischen Stand des Vorgängermodels aus dem Jahr 2014 zurück bleibt.

Weitere Informationen zum PocketBook InkPad 2.

Arta Tech inkBook Prime

Arta Tech inkBook PrimeAnders als der Arta Tech inkBook Classic 2, der im Einsteigerbereich überzeugen kann, ist der Prime im Komfort-Bereich nicht so ganz überragend. Das E Ink Carta Display hat nur eine Pixeldichte von 212 ppi (300 ppi sind inzwischen Standard). Durch das hohe Kontrastverhältnis und die überzeugende Beleuchtung ist die Lesbarkeit dennoch sehr gut. Zudem ist das inkBook Prime für ein beleuchtetes Modell sehr leicht und die Verarbeitung mit der planen Oberfläche gut. Neben dem am unteren Rand befindlichen Homebutton befinden sich rechts und links am Gerät je zwei Tasten zum Blättern. Sehr gut ist dass sich das offene Android System per Sideloading um Apps erweitern lässt. Leider wurde dem inkBook Prime aber nur ein 2.000 mAh Akku spendiert, der bei Nutzung von mehreren Apps wohl keine langen Laufzeiten bieten kann. Die integrierten 8 GB Speicher lassen sich bequem per Micro-SD erweitern und Lautsprecher und Kopfhörer können elegant per Bluetooth angesteuert werden. Ein Klinkenanschluss fehlt wiederum leider. Alles in Allem ist das InkBook Prime ein solider Reader mit guten Ideen, der jedoch nicht ganz mit seinen direkten Konkurrenten mithalten kann.

Weitere Informationen zum Arta Tech inkBook Prime.

PocketBook Touch HD PocketBook InkPad 2 Arta Tech inkBook Prime
Displaytyp E Ink Carta E Ink Pearl E Ink Carta
Auflösung 1448 x 1072
300 ppi
1600 x 1200
250 ppi
1024 × 768
212 ppi
Speicherkapazität 8 GB zzgl. 32 GB via SD Karte 4 GB 8 GB zzgl. 32 GB via SD Karte
Gehäuse sehr gut sehr gut sehr gut
Gewicht 180 g 300 g 168 g
Akkulaufzeit 4 Wochen 4 Wochen 3 Wochen
Shop gut gut befriedigend
Funktionsumfang sehr gut sehr gut sehr gut

Direktvergleich: PocketBook Touch HD, PocketBook InkPad 2, Arta Tech inkBook Prime

Premium Modelle im Vergleich

Im Premium-Segment treffen die drei eBook Reader Tolino Vision 4 HD, Amazon Kindle Oasis und der Kobo Aura ONE aufeinander. Vorab lässt sich schon mal feststellen, dass alle drei Top-Geräte sehr gut verarbeitet und technisch sehr gut ausgestattet sind.

Tolino Vision 4 HD

Tolino Vision 4 HDVon allen drei neu erschienenen Premium-Geräten ist der Tolino Vision 4 HD, mit einem Preis von aktuell 179,- Euro, das günstigste Modell. Das Gerät im 6 Zoll-Format ist, wie alle Geräte im Premium-Segment, mit einem E-Ink Carta Display ausgestattet. Dank des hochwertigen Displays erhält mein ein scharfes und kontrastreiches Schriftbild. Bei der internen Beleuchtung kann der Nutzer entscheiden ob er eine kalt-weiße oder eine warm-weiße Beleuchtung bevorzugt. Sowohl die Helligkeit als auch die Farbtemperatur sind stufenlos einstellen. Darüber hinaus kann die Umstellung von kalt-weiß auf warm-weiß sowohl manuell als auch automatisch per Zeitsteuerung geschehen. Doch welche Vorteile hat diese Beleuchtung? Der Vorteil liegt darin, dass die warm-weiße Beleuchtung weniger Blaulicht ausstrahlt, welches laut einer Studie den Biorhythmus negativ beeinflussen soll. Abgesehen von der Studie, empfanden wir in unserem Test das warm-weiße Licht einfach angenehmer und daher können wir diese Beleuchtungsoptionen sehr empfehlen. Wer ein Gerät mit dieser Beleuchtung haben möchte kann aktuell nur auf den Tolino Vision 4 HD oder den Kobo Aura ONE zurückgreifen. Die Speicherkapazität des Vision 4 HD hat sich zum Vorgängermodel von 4 GB auf 8 GB verdoppelt. Wer mehr benötigt kann wie bei allen Tolino Geräten den kostenfreien Cloud-Speicher von 25 GB in Anspruch nehmen. Neben dem Blättern via Touchscreen bietet das Gerät die Tap2Flip-Funktion, mit der man per kurzes Klopfen auf die Rückseite weiterblättern kann. Weitere nennenswerte Vorteile sind der Wasserschutz, der das Gerät in einer Tiefe von einem Meter für 30 Minuten schützt sowie das offene System welches eine freie Shopwahl erlaubt und die Nutzung von Leihbibliotheken ermöglicht.

Weitere Informationen zum Tolino Vision 4 HD.

Amazon Kindle Oasis

Amazon Kindle OasisDer Amazon Kindle Oasis ist mit einem Preis von 289,- Euro das teuerste Modell in dieser Premium-Kategorie. Vergleicht man den Preis mit dem Vision 4 HD so liegt der Preisunterschied bei 110,- Euro. Was macht das 6 Zoll Gerät so teuer? Der Amazon Kindle Oasis ist mit 3 mm Tiefe der dünste und mit 131 g auch der leichteste eBook Reader am Markt. Durch die ergonomische Form, die perfekt ausbalanciert ist, liegt er perfekt in der Hand. Beim Display kommt, wie bei den Konkurrenten, das E-Ink Carta Display zum Einsatz. Mit dem gestochen scharfen und kontrastreichen Schriftbild überzeugt der Kindle Oasis und übertrumpf sogar das hervorragende Display des Tolino Vision 4 HD leicht beim Kontrast. Auch wenn der Kindle Oasis nicht mit einer reduzierten Blaulicht-Beleuchtung, wie die beiden Konkurrenten, aufwarten kann so ist diese sehr gleichmäßig und sehr hell und somit als sehr gut einzustufen. Bei der Akkulaufzeit gibt es einige Vorteile und Nachteile zugleich. Prinzipiell hält der Oasis bei einem vollständig aufgeladenen Akku gerademal zwei Wochen. Dabei werden diese zwei Wochen nur erreich wenn sowohl die Hintergrundbeleuchtung als auch das WLAN deaktiviert ist und das Gerät maximal 30 Minuten täglich genutzt wird. Durch die mitgelieferte Schutzhülle, in der ein weiteres Akkus verbaut ist, kann die Laufzeit des Oasis jedoch auf unschlagbare 8 Wochen erhöht werden. Hier liegen die Vorteile und Nachteile auf der Hand. Nutzt man den Oasis ohne Hülle so bietet er wohl die beste Handhabung alle eBook Reader jedoch muss man zugleich mit einer begrenzten Akkulaufzeit leben. Nutzt man die Schutzhülle um in den Genuss einer längeren Laufzeit zu kommen, so wird das Gerät im Ganzen wieder schwerer und dicker und verspielt somit den großen Vorteil der perfekten Handhabung. Eine weitere technische Raffinesse ist der integrierte Lagesensor, der automatisch erkennt in welcher Hand der Oasis gehalten wird. Wird die Haltehand gewechselt so dreht das Bild automatisch um 180 Grad. Dadurch ist das Gerät sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeignet. Das Vor- und Zurückblättern in eBooks kann wie gewohnt über den Touchscreen erfolgen oder über die Blättertasten die sich in unmittelbarer Nähe der Haltefläche befinden. Im direkten Vergleich zum Vision 4 HD und zum Kobo Aura ONE steht der Oasis beim internen Speicher von 4 GB an letzter Stelle. Jedoch muss man hier auch erwähnen, dass man die geringere Speicherkapazität aufgrund des bereitgestellten Cloud-Speichers nicht überbewerten sollte und die angebotenen 4 GB für ca. 3000 bis 3500 eBooks reicht.

Weitere Informationen zum Amazon Kindle Oasis.

Kobo Aura ONE

Kobo Aura ONEMit dem Aura ONE ist Kobo ein richtig großer Wurf gelungen. Das Gerät ist sehr gut Verarbeitet und mit moderner Hardware ausgestattet, sodass er den großen Anbietern Tolino und Amazon Paroli bieten kann. Der Aura ONE ist ebenfalls mit dem E-Ink Carta Display ausgestattet und mit einem Display von 7,8 Zoll größer als die beiden direkten Konkurrenten. Durch die hohe Auflösung von 1872 x 1404 Pixeln hat der eBook Reader, trotz des größeren Displays, dieselbe Pixeldichte (300 ppi) wie der Tolino Vision 4 und der Kindle Oasis. Das Schriftbild ist extrem Schaf und die Kontrastwerte hervorragend. In unserem eBook Reader Vergleich stellte sich sogar heraus, dass das Gerät die besten Kontrastwerte sowohl ohne als auch mit aktiver Beleuchtung erzielte. Neben dem Top-Display gibt es oben drauf noch eine Displaybeleuchtung mit Blaulichtreduzierung. Wie auch beim Vision 4 HD kann auch beim Aura ONE sowohl die Helligkeit als auch die Farbtemperatur stufenlos eingestellt werden. Zusätzlich kann man die Helligkeit über einen Helligkeitssensor regulieren lassen der z.B. die Beleuchtung des Gerätes bei praller Sonne reguliert. Wer eine automatische Aktivierung des blaulichtreduzierten Nachtmodus wünscht kann eine Zeit zwischen 21:00 Uhr und 3:00 Uhr wählen, in der sich die Beleuchtung in ein angenehmes Orange wechselt. Das Display ist sehr gut ausgeleuchtet, lediglich am unteren Rand sind kleinere Schatten zu erkennen die den Lesespaß aber nicht negativ beeinflussen. Auch wenn der Kobo Aura ONE ein spitzen Modell ist, so sind auch bei diesem Geräte kleine Verbesserungen möglich. So ist uns im Test ein schmaler Spalt zwischen dem Gehäuse und dem Display aufgefallen in der sich schnell Schmutz ansammeln kann. Des Weiteren wäre für diesen großen eBook Reader eine ergonomische Form, zur stabileren Handhabung sicherlich besser gewesen. Und auch die Registrierungspflicht beim Start sollte zukünftig vermieden und die langsame Pinch-to-Zoom Funktion für PDF-Dateien optimiert werden.

Weitere Informationen zum Kobo Aura ONE.

Tolino Vision 4 HD Amazon Kindle Oasis Kobo Aura ONE
Displaytyp E Ink Carta E Ink Carta E Ink Carta
Auflösung 1448 × 1072
300 ppi
1440 x 1080
300 ppi
1875 x 1404
300 ppi
Speicherkapazität 8 GB 4 GB 8 GB
Gehäuse sehr gut sehr gut sehr gut
Gewicht 175 g 131 g 230 g
Akkulaufzeit 7 Wochen 8 Wochen 4 Wochen
Shop sehr gut sehr gut sehr gut
Funktionsumfang sehr gut gut sehr gut

Direktvergleich: Tolino Vision 4 HD, Amazon Kindle Oasis, Kobo Aura ONE

Kategorie: Allgemein, eBook Reader Vergleich
Datum: 20.01.2017